Die Stadt ohne Juden
  
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Bettauers berühmtester Roman ist eine Satire auf das zur Zeit seines Erscheinens 1922 hochaktuelle Thema Antisemitismus. In der Geschichte ordnet ein fiktiver Politiker der Christlichsozialen Partei die Vertreibung aller Juden aus Wien an. Die Wiener Bürger feiern zunächst die Vertreibung der Juden, aber ihre Einstellung ändert sich, als die Theater in Konkurs gehen und Kaufhäuser, Hotels und Kurorte finanziell leiden. Der wirtschaftliche Niedergang ist so weit verbreitet, dass eine Volksbewegung entsteht, die die Rückkehr der Juden fordert. ”Die Stadt ohne Juden" verkaufte sich im ersten Jahr 250.000 mal und wurde zu einem der umstrittensten Werke Bettauers, welches ihm sowohl begeisterte Bewunderer, als auch erbitterte Feinde einbrachte. Nazi-Sympathisanten griffen Bettauer und sein Werk an und nannten ihn einen roten Dichter und Verderber der Jugend.
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