Stell dir nur einen Augenblick vor, wie es für dich wäre, wenn Musik dich zum Morden zwingt, weil du sie in dir einfach nicht mehr erträgst, weil ihre Klänge dich in den Wahnsinn treiben und dein eigenes Leben bedrohen und du sie einfach nicht zum Schweigen bringen kannst … Dann geht es dir wie Pietro, der in meinem zweiten Paul Anderlech-Kriminalroman einen genialen, aber autistischen Pianisten verkörpert. Menschen um sich herum erlebt er nur als Töne, die sich zuweilen schön und inspirierend, häufiger aber quälend und vernichtend anhören. Seine Tage sind Tage des Komponierens und großartiger musikalischer Schöpfung. Aber immer, wenn selbst sein Genie an der Hässlichkeit des Daseins scheitert, wird er zum Mörder, um sich endlich von diesem Klanginferno zu befreien. Zum Inhalt: Durch die Liebe ihres Lebens bringt Viktoria, die Tochter des Zwieseler Kommissars Paul Anderlech, nicht nur sich, sondern vor allem auch ihren Vater und seinen Partner Hannes Gruber in größte Lebensgefahr. Der Mörder hinterlässt bei seinen Opfern niemals irgendwelche Spuren und ist den Ermittlern immer eine Nasenlänge voraus. Er scheint immer schon vorher genau zu wissen, was sein Gegenüber denkt und fühlt. Der Kommissar wird langsam immer verzweifelter und seine Hilflosigkeit gipfelt schließlich in der Panik um das Leben seiner Tochter.
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