22 Bahnen

Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels 2023

Bewertung 4.5
6 Std. 21 Min.
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Buchbeschreibung

Tildas Tage sind strikt durchgetaktet: studieren, an der Supermarktkasse sitzen, sich um ihre kleine Schwester Ida kümmern – und an schlechten Tagen auch um die Mutter. Zu dritt wohnen sie im traurigsten Haus der Fröhlichstraße in einer Kleinstadt, die Tilda hasst. Ihre Freunde sind längst weg, leben in Amsterdam oder Berlin, nur Tilda ist geblieben. Denn irgendjemand muss für Ida da sein, Geld verdienen, die Verantwortung tragen. Nennenswerte Väter gibt es keine, die Mutter ist alkoholabhängig. Eines Tages aber geraten die Dinge in Bewegung: Tilda bekommt eine Promotion in Berlin in Aussicht gestellt, und es blitzt eine Zukunft auf, die Freiheit verspricht. Und Viktor taucht auf, der große Bruder von Ivan, mit dem Tilda früher befreundet war. Viktor, der – genau wie sie – immer 22 Bahnen schwimmt. Doch als Tilda schon beinahe glaubt, es könnte alles gut werden, gerät die Situation zu Hause vollends außer Kontrolle.
›22 Bahnen‹ ist eine raue und gleichzeitig zärtliche Geschichte über die Verheerungen des Familienlebens und darüber, wie das Glück zu finden ist zwischen Verantwortung und Freiheit.

»Ich bin durch ›22 Bahnen‹ gerauscht und hellauf begeistert. Herzerwärmend, fein, gnadenlos und richtig schön zugleich.« ALINA BRONSKY

Autor*innen:

Sprecher*innen:

Format:

Laufzeit Hörbuch:

6 Std. 21 Min.

Sprache:

Deutsch

Erscheinungsdatum:

18.4.2023

Verlag Hörbuch:

DuMont Buchverlag

ISBN Hörbuch:

9783832160456

© 2023 DuMont Buchverlag (Hörbuch)

Das denken andere über das Buch

Rezensionen zu 22 Bahnen

Sehr anstrengend zu hören, da vor jeder wörtlichen Rede der Name des Sprechers genannt wird

Nicole

Die Ansage, wer wann spricht, war unglaublich anstrengend und hat das Hörerlebnis leider deutlich gemindert. Vor allem bei häufigen Ein-Wort-Unterhaltungen… Und ein Punkt lässt mich fassungslos zurück, auch wenn ich jetzt eventuell spoilere: ich habe mich die gesamte Hör-Zeit über gefragt, wo eigentlich das Umfeld und das Jugendamt in der Geschichte mal einschreiten und auch zum Ende hin verstehe ich nicht , wieso der Protagonistin nie in den Sinn kommt, die kleine Schwester aus der Situation rauszuholen und z. B. mit nach Berlin zu nehmen oder andere Hilfemaßnahmen einzuleiten. Sie zwingt die Kleine in dieselbe Parentifizierungs-/Co-Abhängigkeits-Falle, die sie selbst erleiden musste und wer weiß, ob und wie die Schwester das wegsteckt. Mir persönlich ist das Ende und auch der insgesamte Umgang mit der Suchterkrankung deutlich zu harmlos dargestellt.

Julia

Für mich waren viele Entscheidungen der Protagonistin und die Entwicklung der Figuren nicht nachvollziehbar oder authentisch. Meiner Meinung nach hat diese Geschichte überhaupt nichts mit Selbstermächtigung zu tun. Vlt. spoiler ich ein wenig, aber die Protagonistin ist überhaupt nicht in der Lage, sich selbstentschieden Hilfe von außen zu holen und verharrt in der immer gleichen, problematischen Situation. Und jedes Mal muss ER kommen und sie retten. Das hat mich während des Lesens permanent geärgert.

Marie

Oh, viele kritisieren, dass es nervt das beim vorlesen immer gesagt wird wär genau spricht. allerdings hat das Buch so eine trockene Note und durch diese Unterlegung, dass die Protagonisten etwas abgestumpft ist. Zudem ist immer genau klar wer gerade spricht und ich fand das sehr angenehm. Alles in allem ein Buch das ich mir immer wieder anhören Würde

Joelle