Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten (ungekürzt)

Bewertung 4.6
6 Std. 37 Min.
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Buchbeschreibung

"Darf ich mal deine Haare anfassen?", "Kannst du Sonnenbrand bekommen?", "Wo kommst du her?" Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören. Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden.

Autor*innen:

Sprecher*innen:

Format:

Laufzeit Hörbuch:

6 Std. 37 Min.

Kategorien:

Sprache:

Deutsch

Erscheinungsdatum:

21.2.2020

Verlag Hörbuch:

Tacheles!

ISBN Hörbuch:

9783864846496

© 2020 tacheles! / ROOF Music GmbH (Hörbuch)

© 2020 tacheles! / ROOF Music GmbH (Hörbuch)

Das denken andere über das Buch

Rezensionen zu Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten (ungekürzt)

Ich bin bei diesem Buch zwiegespalten. Es hat mich größtenteils überzeugt, denn ich finde, dass es ein sehr wichtiges Thema ist, das es absolut anzusprechen gilt und aktueller denn je ist und vermutlich immer sein wird, da es Rassismus immer geben wird und man hiergegen (friedlich) ankämpfen muss. Viele angesprochene Aspekte, eigene Lebenserfahrungen, Fakten und auch Meinungen sind treffend und verständlich geschildert und haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Das einzige Problem, das ich hieran sehe, ist, dass das Buch zwar teilweise an freundlichem Miteinander anknüpfen will aber zugleich (vielleicht (un)gewollt? spaltet). Wenn man sich das Buch als weißer Mensch anhört, kommt das Gefühl in einem auf, dass man nicht mehr weiß wie man sich einer BPOC gegenüber nun verhalten soll und egal was oder wie man etwas tut, es immer rassistisch rüber kommen wird, WEIL man eben weiß ist. Es wirkt auf mich fast so, als ob man nicht mehr weiß sein dürfte und sich dafür schämen muss.

Josephine

Leider ein sehr enttäuschendes Buch. Das Rassismus existiert und ein Problem ist, sollte jedem klar sein und hin und wieder kamen einige gute, mit Fakten gestützte Argumente auf, die Grundlage für eine Reflexion der angesprochenen Menschen bieten könnte. Der Großteil des Buches besteht jedoch aus Scheinargumenten oder aus Schlussfolgerungen, die man so nicht treffen kann. Die Autorin schildert zum Beispiel ganz oft ihre persönlichen Erfahrungen, die sie auch als solche benennt und sich zunächst selbst nicht sicher ist ob dies Rassismus war (siehe Schulzeit), nur um diese dann wenig später auf die Allgemeinheit zu beziehen. Verstärkt wird diese Argumentation durch viel zu ausschweifende Einblicke in ihr Leben und insbesondere auf ihre Kindheit (siehe letzter Teil), die das eigentliche Thema zwar nur ganz am Rande streifen, dafür aber eine sehr gute und sympathische Ebene zur Autorin aufbaut. So wird eine sachliche Auseinandersetzung schwer gemacht. Biografie: Ja Sachbuch: Nein!

Philip

Erstmal kann man der Autorin sehr gut zuhören. Die Stimme ist angenehm und das ist durchaus entscheidend bei einem Hörbuch. Allerdings bin ich auch sehr zwiegespalten. Ich komme auch aus Köln, bin aber weiß, wofür ich so wenig kann, wie sie für ihre Hautfarbe. Generell ist mir die Hautfarbe, Religion, Herkunft etc. egal. Klar unterlaufen einem dennoch rassistische Gedanken. Zum Einen denke ich, dies ist normal und hat nix mit der heutigen Zeit zu tun. Sondern ist ein Phänomen Mensch, der als soziales Wesen immer seines gleichen sucht. Zum Anderen darf und muss man auch die provokante Frage stellen: ist es nicht auch rassistisch, wenn unterstellt wird, die meisten (oder alle) Weißen würden rassistisch handeln oder denken? In meiner Studienzeit habe ich durchaus öfters erleben dürfen, dass ich von Kommilitonen:innen ausgeschlossen wurde, weil ich nicht in der passenden Religion oder die passenden Vorfahren hatte. In beiden Richtungen ist dies schmerzhaft!

Nicole

Es kommt so rüber, als hätte jeder westliche Mensch Vorurteile gegenüber schwarzen Menschen und keine ist aufgeschlossen.

Jana